In dem romanischen Raum über
der ehemaligen Klosterküche ist das älteste
erhaltene Grisaille-Ornamentfenster der Zisterzienser
im deutschen Sprachraum ausgestellt.
Es wurde um 1180 gefertigt und befand sich
ursprünglich wohl im südlichen Querhaus der Klosterkirche.
Als Grisaille bezeichnet man eine in Grautönen
gehaltene Verglasung, bei der jegliche Farbverwendung
ausgespart wurde. Diese Art der Fenstermalerei war
charakteristisch für die Zisterzienser und geht einher
mit ihrem Kunstverständnis, das vor allem durch den
hl. Bernhard mitbestimmt wurde.
Da Kreuzesdarstellungen oder andere Bilder nicht erlaubt
waren, entwickelten die Zisterzienser ein Flechtbandmuster,
welches keltische und islamische Einflüsse erkennen
lässt.
Die Eberbacher Grisaille gehört zu den äußert selten
überlieferten Kirchenverglasungen der Zisterzienser
aus dem ersten Jahrhundert der Ordensgeschichte. |